Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildet für uns die Basis eines leistungsfähigen und erfolgreichen Unternehmens. Deshalb gehört das Diversity Management zu unserer Unternehmensstrategie. Unsere Handlungsfelder und Ziele sind dabei:

  1. Best Mix: die besten Teams zusammenstellen – chancengleich und diskriminierungsfrei
  2. Arbeitskultur: ein unterstützendes und inklusives Arbeitsumfeld schaffen
  3. Kundenzugang: Kunden in ihrer Individualität verstehen, wertschätzen und erreichen

Alle Mitglieder des Daimler-Vorstands unterstützen unser Diversity-Statement und setzen sich aktiv für die Verwirklichung der darin festgehaltenen Grundsätze ein:

  • Unterschiedlichkeit fördern. Wir respektieren und wertschätzen die Unterschiedlichkeit unserer Beschäftigten. Wir bestärken sie darin, diese Vielfalt ins Unternehmen einzubringen.
  • Verbindungen schaffen. Wir nutzen die vielfältigen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen unserer Beschäftigten in aller Welt. Sie spiegeln die Vielfalt unserer Kunden, Lieferanten und Investoren wider.
  • Zukunft gestalten. Jede/-r Einzelne trägt dazu bei, ein respektvolles und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen. So gestalten wir gemeinsam die Zukunft von Daimler.

Vierteljährlich diskutiert der Vorstand über die Aktivitäten und Ergebnisse des Diversity Managements. Mit externen Stakeholdern tauschen wir uns im Rahmen unserer Mitwirkung in der Charta der Vielfalt aus, zu deren Gründungsmitgliedern wir zählen.
Diversity-Broschüre „Ready to be different“ (PDF)

Internationalität. Mehr als 298.000 Menschen aus über 160 Nationen bilden bei Daimler eine lebendige Mischung aus Kulturen und Lebensweisen. Die Mehrheit unserer Führungskräfte im Ausland stammt aus der jeweiligen Region. Die kulturelle Vielfalt unserer Belegschaft hilft uns, die regional unterschiedlichen Kundenwünsche besser zu verstehen und unsere Produkte danach auszurichten. Wir fördern sie durch weltweite Personaleinsätze, Mentorings, Trainings zur interkulturellen Kompetenz sowie ein gezieltes Recruiting. Mehr als ein Drittel der Einstellungen über unser Trainee-Programm entfallen auf internationale Bewerberinnen und Bewerber – auch dies stärkt unsere Interkulturalität.

Weltweite Mitarbeitereinsätze. Global denken, sich weiterentwickeln, neue Kulturen und Arbeitswelten kennenlernen – auf der ganzen Welt sind rund 2.000 Daimler-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus fast 50 Nationen im internationalen Einsatz. Die mit großem Abstand wichtigste Einsatzregion für Assignees aus Deutschland ist China mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Es folgen die USA mit 17 Prozent und Mexiko mit 7 Prozent. Weitere wichtige Zielländer sind Ungarn, Japan und Südafrika.

Wir fördern aber auch, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von unseren weltweiten Standorten als Impats nach Deutschland kommen, um ihr Netzwerk auszubauen und ihr Know-how zu vertiefen. Zugleich tragen Impats dazu bei, Daimler in Deutschland internationaler aufzustellen. Aktuell haben wir rund 140 Global Assignees in Deutschland, vor allem aus den USA, aus China, Indien und Brasilien. Aus vielen Gründen gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen internationalen Einsatz. So auch, um neue Standorte auf- und bereits vorhandene auszubauen – 2018 zum Beispiel in Jawor (Polen) und in Esipovo (Russland). Dadurch wollen wir langfristig unser Know-how weltweit bewahren und sind nah an unseren Kundinnen und Kunden.

Gender. Unser Ziel ist es, den Anteil von Frauen in leitenden Führungspositionen bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Derzeit sind 18,8 Prozent unserer Führungskräfte im mittleren und oberen Management weiblich. Um unser Ziel zu erreichen, haben wir ein stringentes Reporting- und Forecast-System installiert. Auch wurden zahlreiche Maßnahmen entlang der Prozesskette vom Recruiting bis zur Weiterentwicklung und Beförderung von Mitarbeiterinnen etabliert.

Generationen. Mit der demografischen Entwicklung ist der Altersdurchschnitt in unserem Unternehmen weiter angestiegen. Bei der Daimler AG in Deutschland liegt dieser derzeit bei 44,8 Jahren (im Vorjahr 44,7 Jahre). Dieser Trend wird sich in Deutschland voraussichtlich die nächsten fünf Jahre fortsetzen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sogenannten „Baby Boomer“-Generation das Unternehmen altersbedingt verlassen.

Die Generationenvielfalt im Unternehmen wird durch ein höheres Rentenzugangsjahr und ein längeres Berufsleben weiter zunehmen. Diesen Wandel sehen wir als Chance und passen die Rahmenbedingungen entsprechend an. Unser Generationenmanagement setzt auf Maßnahmen, die den Erhalt der Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Jüngeren und Älteren ebenso fördern wie die Zusammenarbeit zwischen den Generationen.

Schwerpunkte unseres Generationenmanagements.

  • Mit „Ergonomie-Bewertungen“ von Arbeitsplätzen bereits in der Planungsphase wie auch mit „Ergonomie-Begehungen“ im Serienbetrieb wollen wir erreichen, dass an ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen ohne Gesundheitsrisiken bis zur Rente gearbeitet werden kann.
  • Mit neuen Technologien wie zum Beispiel den „Mensch-Roboter-Kooperationen“ können zukünftig die körperlichen Anforderungen an den Arbeitsplätzen in den Produktionsbereichen weiter reduziert werden.
  • Mit gezielten Schulungen werden Beschäftigte hinsichtlich der demografischen Herausforderungen sensibilisiert und geschult.

Strategische Personalplanung. Wie wird sich unsere Belegschaft in den nächsten zehn Jahren entwickeln? Und welche Belegschaftsstrukturen brauchen wir zukünftig? Das sind die Fragen, die wir uns im Rahmen unserer strategischen Personalplanung „Strategic Resource Management“ stellen. Wir haben 2018 den Rollout an unseren deutschen Pkw-Standorten fortgesetzt und die Methodik auch in internationalen Pkw-Werken eingeführt. An den Truck- und Van-Standorten werden Analysen bei spezifischen Bedarfssituationen durchgeführt beziehungsweise der Einsatz geprüft. So können wir an unseren Standorten den zukünftigen Nachwuchsbedarf genauer prognostizieren, um frühzeitig gezielte Maßnahmen zu ergreifen.

Senior Experts. Unser erfolgreiches Konzept für „Senior Experts“, mit dem wir den Einsatz ehemaliger und erfahrener Beschäftigter nach dem Renteneintritt ermöglichen, haben wir auch im vergangenen Jahr fortgeführt und ausgeweitet.

Demografie-Initiative YES! Im Rahmen der Demografie-Initiative „Young and Experienced together Successful“ (YES!) des Geschäftsbereichs Pkw regt die Ausstellung „EY ALTER“ zum Umdenken an: Die Ausstellung stellt nicht nur die wissenschaftlichen Fakten zum Altern dar, sondern zeigt auch die Stärken jeder Generation auf und trägt dazu bei, gängige Stereotype zu hinterfragen. „EY ALTER“ wurde bereits in 2016 in Bremen und in 2017 im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart gezeigt und ist bis Januar 2019 in Berlin zu sehen.
www.eyalter.com

Demografie-Spiegel Darüber hinaus haben wir im Rahmen von „YES!“ den Demografie-Spiegel entwickelt und an verschiedenen Pkw-Standorten angewendet. Dieses Instrument für das ganzheitliche Demografiemanagement hat zum Ziel, die Chancen des demografischen Wandels durch gezielte Maßnahmen zu nutzen.

Diversity-Tag. Unter dem Motto „Changing Perspectives. Ready to be different.“ fand im Juni 2018 zum sechsten Mal der Daimler Diversity Day statt. Ursprünglich von der Charta der Vielfalt als deutschlandweiter Aktionstag ins Leben gerufen, veranstalten wir diesen Tag inzwischen weltweit an Standorten auf allen Kontinenten. Auch 2018 machten zahlreiche Aktionen Diversity auf vielfältige Art und Weise für die Beschäftigten erlebbar und boten ganz konkrete Möglichkeiten, die Perspektive zu wechseln.

Netzwerke. Netzwerke bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit gemeinsamen Interessen, Erfahrungen und Werten die Möglichkeit, sich über alle Ebenen und Divisionen hinweg zu verbinden und auszutauschen. Sie tragen dazu bei, Diversity im Unternehmen zu verankern, und unterstützen eine Kultur der Vielfalt und der Wertschätzung. Daher befürwortet Daimler die Gründung von Netzwerken durch Mitarbeiter und unterstreicht das Potenzial der Netzwerke als Ressource für das Unternehmen. Häufig erleichtern die Netzwerke eine schnelle und kreative Lösungsfindung; sie sind zudem wichtige Partner für Projekte und Veranstaltungen. Rund 4.000 Beschäftigte engagieren sich aktuell in über zwölf Mitarbeiternetzwerken.

Schwerbehinderung. Beschäftigte mit Behinderungen sind ein wichtiger Teil unserer vielfältigen Teams und fest in die Belegschaft integriert. In Deutschland arbeiten fast 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen bei Daimler – wir überschreiten die gesetzliche Quote seit vielen Jahren. Einen besonderen Stellenwert hat bei Daimler die Ausbil-dung junger Menschen mit Behinderung. So wurde bereits 2006 gemeinschwerbehinderter Auszubildender ins Leben gerufen. In den letzten fünf Jahren haben so über 100 junge Menschen mit Behinderung eine Ausbildung im Konzern begonnen.

Daimler Pride Tour 2018. Mit unserem internationalen Engagement leisten wir einen gesellschaftlichen Beitrag zu Integration und Zusammenhalt und wir zeigen, dass Daimler weltweit für Toleranz, Wertschätzung und Offenheit steht. Im Jahr 2018 haben wir unser Christopher-Street-Day-Engagement auf 17 sogenannten Pride-Paraden international ausgeweitet, die auf die vielfältigen Ausprägungen sexueller Identität aufmerksam machen. Unsere Teilnahme an den Paraden in Deutschland und im Ausland geht auf den Dialog zwischen Unternehmen, Mitarbeitervertretung und Mitarbeiternetzwerken zurück

Trans*@Daimler. Der Leitfaden „Trans*@Daimler“, der sich sowohl an Führungskräfte und Personalmanager als auch an Beschäftigte richtet, ist ein Beispiel dafür, dass wir uns aktiv für ein chancengleiches und diskriminierungsfreies Miteinander einsetzen. Er wurde gemeinsam mit unserer Transgender Community erstellt, erklärt innerbetriebliche Regelungen und enthält ein Unternehmensstatement zur Stärkung der Transgender-Kolleginnen und -Kollegen. Mit einer Wanderausstellung zum Thema „Trans* in der Arbeitswelt“, die 2018 in deutschen Daimler-Werken zu sehen war, haben wir die Belegschaft zu diesem Thema sensibilisiert.