Unser Portfolio von Mobilitätsdienstleistungen umfasst Carsharing, Ride-Hailing und multimodale Plattformen wie die moovel-App. Ob als 100-Prozent-Beteiligung wie bei car2go oder als Anteilseigner bei Blacklane, FlixBus, Careem, Via oder Turo. Über 31 Mio. Kundinnen und Kunden in über 120 Städten weltweit – von Europa über Amerika bis nach Asien – nutzten 2018 diese neuen Dienste.

Im Berichtsjahr konnten die Mobilitätsservices von Daimler erneut kräftig zulegen. So wuchsen die Mobilitätsdienstleistungen, zu denen unter anderem car2go, moovel oder mytaxi gehören, im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent. Allein die Produkte der moovel Group verzeichneten in den letzten zwölf Monaten ein Plus von 69 Prozent.

Neuer Name, neue Bestmarke. Die Daimler Financial Services AG wird Mitte 2019 zur Daimler Mobility AG. Damit setzt Daimler klar auf digitale Mobilitätsservices und positioniert sich mit hohen zweistelligen Wachstumsraten als einer der führenden Anbieter im Segment der Mobilitätsdienstleister.
Übersicht zur Mobilität der Zukunft

Daimler und BMW beschließen Joint Venture. Daimler und BMW werden ihre Mobilitätsservices in einem gemeinsamen „Mobility Power-house“ bündeln. Das Joint Venture, an dem jeder Partner 50 Prozent der Anteile halten wird, soll Services wie car2go, DriveNow oder auch die Taxi-App mytaxi unter einem Dach führen. Das neue Unternehmen wird seinen Sitz in Berlin haben und global ausgerichtet sein. DriveNow, das Carsharing-Angebot von BMW, hat heute europaweit über 1 Mio. Kundinnen und Kunden, car2go rund 3,5 Mio. mytaxi soll Teil des Ride- Hailing- Bereiches werden und ist mit über 10 Mio. Fahrgästen und mehr als 100.000 registrierten Taxifahrerinnen und -fahrern die führend Taxibestell-App in Europa. Der Mobility-as-a-Service Pionier moovel, eine Art Betriebssystem der Mobilität, ermöglicht, alles über eine einzige App buchen und bezahlen zu können: Taxi, Bus, Bahn, Carsharing – ja sogar ein Fahrrad. Eine Ticketing-App, die für regionale Verkehrsbetriebe und städtischen ÖPNV eine perfekte Lösung darstellt und hilft, Individualverkehr zu reduzieren. Insgesamt soll sich die Zusammenarbeit im „Mobility Powerhouse“ auf folgende fünf Geschäftsrichtungen erstrecken:

  • Carsharing mit car2go und DriveNow,
  • Ride-Hailing mit mytaxi, Beat, Clever Taxi und Chauffeur Privé,
  • On-demand-Mobility mit den Plattformen moovel und ReachNow,
  • Parken mit Parkmobile und ParkNow,
  • Laden für ElektroAutos mit ChargeNow und Digital Charging Solutions.

E-Carsharing bringt Elektromobilität voran. Elektrisch betriebene Carsharing-Flotten sind wichtige Impulsgeber auf dem Weg zum Durchbruch des Elektroautos. Das konstatiert ein Thesenpapier, das auf Erkenntnissen aus der Praxis von car2go, dem weltweiten Marktführer im Free-Floating Carsharing, basiert. Das Papier zeigt auf, warum E-Carsharing die Entwicklung und Verbreitung der Elektromobilität entscheidend mit voranbringen kann. So bietet das Carsharing mit Elektroautos ein optimales Test- und Experimentierfeld für E-Fahrzeuge. Die Technologie steht dabei unter hoher Belastung und kann ihre Alltagstauglichkeit jeden Tag unter realen Bedingungen beweisen. Von den dabei gewonnenen Erkenntnissen profitierten nicht nur die Fahrzeughersteller, sondern das Gesamtsystem der Elektromobilität, wie etwa Stromanbieter, Netzbetreiber, Batteriehersteller, Forschungseinrichtungen, Städte und natürlich die Nutzerinnen und Nutzer. Letzteren ermöglicht das E-Car-sharing darüber hinaus, Vorbehalte gegenüber der Elektromobilität abzubauen.

car2go boomt. car2go konnte im Berichtsjahr seine globale Marktführerschaft im Bereich des flexiblen stationsunabhängigen Carsharing weiter ausbauen. Anfang 2019 ging Paris als 15. car2go-Standort in Europa und 26. Standort weltweit an den Start. Die französische Hauptstadt erhält eine vollelektrische Flotte von 400 smart EQ fortwo (Stromverbrauch kombiniert: 20,1 bis 12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1 und wird damit nach Amsterdam, Stuttgart und Madrid die vierte Großstadt sein, in der car2go-Kundinnen und -Kunden lokal emissionsfrei unterwegs sind. Insgesamt waren im Berichtsjahr 1.400 der weltweit 14.000 car2go-Fahrzeuge elektrifiziert. Durchschnittlich alle neun Sekunden wurde ein Elektrofahrzeug angemietet. Die stärksten Zuwächse verzeichneten 2018 die car2go-Standorte Berlin, New York, Vancouver und Chongqing. Neu hinzu kam im Juli 2018 Chicago, womit car2go nunmehr in zehn nordamerikanischen Städten vertreten ist.

Daimler-irpages2::0404::user_functions=HASH(0x2e565d0)->NB2018_25_car2go_facts_and_figures_(Stand_November_2018)

Mit car2go auf Reisen. In Europa können car2go-Kundinnen und -Kunden mit nur einem Account in 15 Städten unterwegs sein – und nutzen das Angebot immer häufiger auch im Urlaub. Die Zahl der länderübergreifenden Fahrten stieg im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent. Bevorzugtes Ziel der innereuropäischen Fahrten ist Deutschland; deutsche Kundinnen und Kunden wiederum fahren am liebsten in Österreich und Italien.

E-Scooter in Lissabon. Im November 2018 hat mytaxi in Lissabon sein E-Scooter-Projekt vorgestellt. Unter der Marke „hive“ geht das Unternehmen mit einigen Hundert E-Scootern an den Start. Über die hive-App können Nutzerinnen und Nutzer ihren E-Scooter ganz einfach orten, für die nächste Fahrt freischalten und am Ziel auch wieder sperren. Die Elektro-Tretroller sind perfekt für kurze Entfernungen. Auf einer Strecke von ein bis zwei Kilometern ist man damit oft sogar schneller unterwegs als mit einem Pkw. Der Service soll daher in der portugiesischen Hauptstadt sukzessive ausgebaut werden.

E-Scooter sind aber nicht nur ein attraktives Fortbewegungsmittel für jede Großstadt, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative, um Staus und Schadstoffbelastungen in der Luft zu reduzieren. „hive“ verfolgt diesen nachhaltigen Ansatz bereits beim Ladevorgang. Die Energie für die neuen E-Scooter wird hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Schon 2019 sollen die Scooter zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen aufgeladen werden. Nach dem Pilotprojekt in Lissabon soll „hive“ in weiteren europäischen Städten eingeführt werden.

Mobility-as-a-Service für Städte. Die moovel Group hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität in Städten zu vereinfachen und die Lebensqualität zu erhöhen. Die Mobility-as-a-Service (MaaS)-Plattform ermöglicht es Städten und Verkehrsunternehmen, verschiedene Mobilitätsanbieter einzubinden und so ein „Betriebssystem für urbane Mobilität“ zu schaffen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Betriebssystems ist die „Mobilitäts-App“ die Schnittstelle der Städte und Verkehrsunternehmen zu den End-kunden. So können beispielsweise in Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart über die App ÖPNV-Tickets gebucht und bezahlt werden. Auch weitere Mobilitätsoptionen wie etwa Carsharing, Ride-Hailing oder Leihräder sind darüber verfügbar. In den USA ist moovel der führende Anbieter mobiler Ticketing-Anwendungen für Nahverkehrsunternehmen, die es den Fahrgästen erlauben, ihre Tickets mit dem Smartphone zu buchen und zu bezahlen. moovel NA arbeitet mit über 20 Verkehrsunternehmen zusammen.

moovel on-demand in Stuttgart und L.A. moovel bietet Nahverkehrsanbietern die Software zum Betrieb eines On-Demand-Ridesharing-Dienstes, um so den ÖPNV zu einem noch attraktiveren Gesamtangebot auszubauen. Die On-Demand-Ridesharing-Plattform der moovel Group wird in enger Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG seit Juni 2018 unter dem Namen SSB Flex in Stuttgart pilotiert. Seit Oktober 2018 kommt die moovel-On-Demand-Technologie auch in der Innenstadt von Los Angeles zum Einsatz.

Joint Venture mit Via erfolgreich. 2017 stieg Daimler in das Geschäft mit Mitfahrangeboten ein. Als Joint Venture zwischen Mercedes-Benz Vans und dem US-amerikanischen Start-up Via entstand der On-Demand-Ridesharing-Dienst ViaVan. Inzwischen ist ViaVan bereits in Amsterdam, London, Berlin und Milton Keynes aktiv. In enger Zusammenarbeit mit Städten und öffentlichen Verkehrsunternehmen ergänzt und stärkt ViaVan die städtische Verkehrsinfrastruktur und trägt zur Verminderung von Staus und Emissionen bei. Im Rahmen ihrer Partnerschaft arbeiten Daimler und Via zudem an der Entwicklung fortschrittlicher Mobilitätslösungen, von der Sensorik über das Fuhrparkmanagement für Elektrofahrzeuge bis hin zum autonomen Fahren.
ViaVan

Daimler beteiligt sich an taxify. Seit Mai 2018 ist Daimler am Fahrdienstvermittler taxify beteiligt. Das estländische Unternehmen ist in 20 Ländern und über 25 Städten aktiv. Daimler erweitert mit der Beteiligung sein Portfolio digitaler Mobilitätsdienstleistungen, zu dem neben ViaVan zum Beispiel auch Beteiligungen am Limousinen-Fahrservice Blacklane und an der amerikanischen Peer-to-Peer-Carsharing-Plattform Turo gehören. Bereits seit 2013 ist Daimler Financial Services zudem Anteilseigner bei Flixmobility, dem Mobilitätsanbieter der Marken FlixBus und FlixTrain. Der europäische Marktführer für Fernbusreisen ist mit seinen grünen FlixBussen seit Mai auch in den USA erfolgreich unterwegs.

1Angaben zu Strom beziehungsweise Wasserstoffverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens unverbindlich ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.