Lösungen für die elektrische Ladeinfrastruktur. Untersuchungen gehen davon aus, dass rund 80 Prozent der Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz und nur gut 20 Prozent im halböffentlichen oder öffentlichen Raum stattfinden werden. Für alle drei Bereiche stellen wir passende Lösungen bereit.

  • charge@home. Für das schnelle und sichere Laden zu Hause gibt es die neue Mercedes-Benz Wallbox mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Erstmals möglich wird dabei auch die Steuerung verschiedener Funktionen über das Smartphone sein, wie zum Beispiel die Ladesteuerung, Nutzerverwaltung und Verbrauchsübersicht. Die Kombination einer Wallbox mit einem Heimspeicher und einer regenerativen Energiequelle wie zum Beispiel einer Solaranlage bringt die Energiewende nach Hause.
  • charge@Daimler. Mit dem Projekt „charge@Daimler“ bündelt das Unternehmen seine Aktivitäten zum Aufbau einer intelligenten Ladeinfrastruktur für alle eigenen Liegenschaften in Deutschland. Bereits heute stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Daimler-Standorten in 24 Städten Deutschlands umfassende Ladelösungen zur Verfügung. Seit 2013 wurden insgesamt weit mehr als 1.500 Ladepunkte in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner innogy SE errichtet. Dazu gehört die Ausstattung von Mitarbeiterparkplätzen, Parkhäusern und Kundencentern ebenso wie die Elektrifizierung der internen Entwicklungsprüfstände und Testgelände.
  • charge@highway - High Power Charging (HPC). Mit dem Gemeinschaftsunternehmen IONITY wollen wir gemeinsam mit weiteren Automobilherstellern ein leistungsstarkes Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge in Europa aufbauen. IONITY verfolgt das Ziel, eine adäquate Infrastruktur auch auf Langstrecken zu gewährleisten und die Elektromobilität damit noch schneller im Markt zu etablieren.
    Daimler-NB2018_11_Ladezeit_fuer_eine_Reichweite_von_100km
    Dazu sollen bis 2020 rund 400 Schnellladestationen errichtet und in Betrieb gebracht werden. Die ersten Stationen, so zum Beispiel in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Österreich, sind bereits in Betrieb. Jede der IONITY-Schnellladestationen wird über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhalten Kundinnen und Kunden bis 2020 marken- und leistungsunabhängig Zugang zu Tausenden von Ladepunkten. Das Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit. Ende 2018 befanden sich 23 IONITY-Schnellladestationen in Betrieb, 44 sind derzeit im Bau. Der Ladestrom für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und EQC (Stromverbrauch kombiniert: 20,8-19,7 kWh/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1 soll aus nachhaltigen Quellen bereitgestellt werden.
  • Charge@fleet. Für Unternehmen und Flottenbetreiber bietet Mercedes-Benz zudem intelligente Ladelösungen an, mit denen Flottenmanager alle Ladevorgänge überwachen und abrechnen können. Selbst die Verrechnung von Kosten, die Fahrerinnen und Fahrern eines Firmenwagens beim Laden zu Hause entstehen, ist integriert.
    Schnelles und komfortables Laden – Mercedes-Benz Wallbox-Service

Plug & Charge bewährt sich in Pilotphase. Fahrerinnen und Fahrer von Elektrofahrzeugen benötigen bislang die richtige Ladekarte oder Smart-phone-App, um Zugang zu öffentlichen Ladestationen zu erhalten. Mit Plug & Charge wird das Hantieren mit Karten und Apps nun überflüssig. Die Lösung ermöglicht den automatisierten und abgesicherten Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur: Ist das Ladekabel eingesteckt, kommuniziert das Fahrzeug die Autorisierungsdaten des Fahrers verschlüsselt zur Station. Nach erfolgreicher Prüfung startet der Ladeprozess automatisch, auch der abschließende Zahlungsvorgang erfolgt ohne weiteres Zutun.

Entwickelt hat diese Lösung, die den internationalen Standard ISO 15118 nutzt, der Berliner Elektromobilitätsspezialist Hubject. In Kooperation mit Hubject hat Daimler seine elektrischen smart kompatibel zu ISO 15118 gemacht. Damit sind die Modelle smart EQ fortwo (Stromverbrauch kombiniert: 20,1 bis 12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2, smart EQ fortwo cabrio (Stromverbrauch kombiniert: 20,2 bis 13,0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2 und smart EQ forfour (Stromverbrauch kombiniert: 20,8 bis 13,4 kWh/ 100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2 die ersten Elektrofahrzeuge in Serie, die Plug & Charge unterstützen. 2018 haben Daimler und Hubject in Zusammenarbeit mit dem Ladestationsbetreiber ebee smart technologies die Pilotphase des innovativen Systems erfolgreich abgeschlossen.

Neue Wasserstofftankstellen. In einem Joint Venture mit Air Liquide, Linde, OMV, Shell und Total engagieren wir uns deutschlandweit für den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Derzeit sind 53 Wasserstofftankstellen in Betrieb, 4 in der Planung, 11 in Genehmigung. 14 weitere Tankstellen sind im Bau, 12 befinden sich in der Phase der Inbetriebnahme. Im Schnitt ist damit 2018 alle zwei Wochen eine neue Wasserstofftankstelle eröffnet worden. 2019 soll eine Gesamtzahl von 100 öffentlichen Wasserstoff-Stationen für Pkw erreicht sein. Insgesamt können perspektivisch rund 400 Wasserstofftankstellen fertiggestellt werden. Ähnliche Infrastrukturprojekte werden derzeit auch auf europäischer Ebene sowie international vorangetrieben. Das gilt vor allem für Japan, aber auch für die USA und Korea.

Kältemittel

EuGH-Urteil klärt Kältemittelstreit. Wegen Sicherheitsbedenken hat Daimler in den Klimaanlagen von rund 134.000 im ersten Halbjahr 2013 hergestellten Mercedes-Benz Fahrzeugen statt des klimaschonenderen, aber entzündbaren neuen Kältemittels R1234yf – aufgrund der zum damaligen Zeitpunkt ungeklärten Sicherheitsrisiken – das Kältemittel R134a eingesetzt. Die EU-Kommission verklagte Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), weil das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Einsatz des klimaschädlicheren Kältemittels nicht unterband und gegen Daimler keine Sanktionen verhängte. Der EuGH gab nun der EU-Kommission teilweise recht. Mit dem Urteil wurde zwar ein Rechtsverstoß festgestellt, aber keine Strafe gegen Deutschland verhängt. Das KBA hat die Daimler AG aufgefordert, eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen mit dem Kältemittel R1234yf nachzurüsten. Bei bestimmten Fahrzeugen der A- und B-Klasse sowie des CLA und SL (BR 176, 246, 117, 231) aus dem Produktionszeitraum erstes Halbjahr 2013 stimmt das in der Klimaanlage verwendete Kältemittel R134a nicht mit der damals gültigen Typgenehmigung überein. Es bestehen keine Auswirkungen auf die Fahrzeuginsassen oder die Funktion des Fahrzeuges. Den gegen diese Aufforderung zunächst eingelegten Widerspruch haben wir nach dem Urteil des EuGH im Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland vom 4. Oktober 2018 zurückgenommen und werden die Anordnung des KBA erfüllen. Die Kundinnen und Kunden werden durch die Daimler AG zeitnah schriftlich über den Rückruf informiert. Zusätzliche Kosten werden ihnen selbstverständlich nicht entstehen.

1Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration (, insb. von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung).
2Angaben zu Strom beziehungsweise Wasserstoffverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens unverbindlich ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.