Unser Ziel ist es, Mobilität auch für kommende Generationen sicherzustellen. Dazu wollen wir unseren Kundinnen und Kunden möglichst sichere, effiziente und emissionsarme Fahrzeuge und Dienstleistungen anbieten. Ein auf die Anforderungen des Marktes abgestimmter Antriebs-Mix ist hierbei eines der Kernelemente. Die übergeordneten Entwicklungsschwerpunkte für neue, besonders kraftstoffeffiziente und umweltschonende Antriebstechnologien in allen automobilen Geschäftsfeldern haben wir in unserer Initiative „Der Weg zum emissionsfreien Fahren“ festgelegt:

  • Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge mit modernsten Verbrennungsmotoren mit dem Ziel, Verbrauch und Emissionen deutlich zu senken,
  • weitere Effizienzsteigerung durch Hybridisierung,
  • Elektrofahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzellenantrieb.

Unsere Kraftstoff-Roadmap. Daneben beteiligen wir uns auch an der Erforschung und Erprobung alternativer Kraftstoffe. Sie sind für uns eine weitere wichtige Option, um Emissionen zu vermeiden und unabhängiger von fossilen Energiequellen zu werden. Unsere Kraftstoff-Roadmap weist den Weg von der Optimierung heutiger fossiler Kraftstoffe über den Einsatz von Kraftstoffen auf Erdgas-Basis sowie synthetischen und Biokraftstoffen bis hin zu regenerativ erzeugtem Strom und Wasserstoff. Die Nutzung von Biokraftstoffen ist dabei aus unserer Sicht nur dann sinnvoll und Erfolg versprechend, wenn diese bei der Erzeugung nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen und ihre Nachhaltigkeit gewährleistet ist. Einen zusätzlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele können zukünftig auch regenerativ hergestellte synthetische Kraftstoffe leisten.

Daimler-NB2018_05_Die_Kraftstoff-Roadmap_von_Daimler

Kraftstoff- und Emissionsrechner

Trainings zum Kraftstoffsparen. Durch eine wirtschaftliche und vorausschauende Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 Prozent verringern. Wie das geht, zeigen wir in den Mercedes-Benz Eco-Trainings, die wir für Pkw und Nutzfahrzeuge anbieten. Spritspartipps gibt es zudem in jeder Betriebsanleitung.
Eco-Trainings für Pkw-Fahrer
Eco-Trainings für Lkw-Fahrer
Eco-Trainings für Fuhrparkleiter und Unternehmer
Eco-Trainings für Omnibus-Kunden

CO2-Flottenemissionen unserer Pkw. Im Berichtsjahr sind die durchschnittlichen CO2 -Emissionen der Gesamtflotte von Mercedes-Benz Cars in Europa (EU 28 + Island) auf 132 (2017: 125) g/km (NEFZ) gestiegen.

Durch die Umstellung des gesetzlich vorgegebenen Messzyklus der CO2-Emissionen der Einzelfahrzeuge von NEFZ auf WLTP hat sich unser Flottenwert deutlich erhöht. Gleichzeitig haben die Verschiebung des Absatzes weg vom Diesel hin zum Benziner sowie der weiter steigende Absatz von größeren SUV und Allradfahrzeugen den CO2-Flottenwert erhöht.

Da bis September 2019 alle Fahrzeugmodelle nach WLTP zertifiziert sein werden, rechnen wir für 2019 trotz weiterer Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung unserer Fahrzeuge nur mit einem geringfügig niedrigeren CO2-Flottenwert, bevor 2020 aufgrund der Fahrzeugelektrifizierung eine deutliche Verringerung des CO2-Flottenwertes zum Tragen kommen soll.

Der neue Testzyklus WLTP. Seit September 2017 werden alle neuen Pkw-Typen in Europa nach dem „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“ (WLTP) zertifiziert. Dieses Prüfverfahren beinhaltet gegenüber dem bisherigen „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) zahlreiche Änderungen. Dazu gehören unter anderem eine höhere Durchschnitts- und Spitzengeschwindigkeit, mehr Dynamik im Fahrverhalten, gleitende Schwungmassen statt Schwungmassenklassen, ein geringerer Stillstandsanteil sowie die Berücksichtigung von Sonderausstattungen und Ruhestrombedarf. Insgesamt führt all dies zu realitätsnäheren, aber auch höheren Verbrauchsangaben.

Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen die Automobilhersteller den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten in Europa bis zum Jahr 2021 mittels einer vorgegebenen Formel aus den inzwischen nach WLTP ermittelten Werten auf NEFZ-Werte zurückrechnen. Dies erklärt, warum jedes neue Fahrzeug nach WLTP zertifiziert wird, der europäische CO2-Flottenwert der Hersteller jedoch nach wie vor als NEFZ-Wert angegeben wird. Es geht dem Gesetzgeber um die Vergleichbarkeit der Hersteller-Flottenwerte, bis ab 2022 ein neuer Grenzwert in Kraft treten wird.
Weitere Informationen zum WLTP

Daimler-NB2018_06_Entwicklung_der-CO2-Emissionen_im_Durchschnitt

Wir arbeiten weiter intensiv daran, alle gesetzlichen CO2-Vorgaben zu erfüllen; das gilt auch für die sehr anspruchsvollen EU-Grenzwerte für 2021. Ob diese Flottenziele erreicht werden, hängt allerdings nicht allein davon ab, dass wir attraktive und hocheffiziente Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb anbieten. Vielmehr müssen sich unsere Kundinnen und Kunden auch tatsächlich für diese Modelle entscheiden. Um hier bestmöglich aufgestellt zu sein, stellen wir unser Produktportfolio durchgängig auf die neuesten Motorengenerationen um und bauen es in Richtung Elektrifizierung durch Plug-in-Hybride und rein elektrische Fahrzeuge aus.

Flottenwerte in den USA. In den USA gelten zwei aufeinander abgestimmte Flottenvorgaben zur Begrenzung von Treibhausgasen: die „Greenhouse Gas“-Standards (GHG) und die „Corporate Average Fuel Economy“-Standards (CAFE). Die Zielwerte werden jeweils herstellerspezifisch separat für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge festgelegt. Erfüllt ein Hersteller die GHG-Standards nicht, bestimmt die Environmental Protection Agency (EPA) die Fahrzeuge aus der Herstellerflotte, auf welche die Grenzwertüberschreitung zurückgeht. Alle betroffenen Modelle unterliegen dann Strafzahlungen.

Der CAFE-Flottenwert wird für jedes Modelljahr anhand der verkauften Fahrzeuge und der jeweiligen Fuel-Economy-Werte berechnet. Je höher er liegt, umso effizienter sind die Fahrzeuge der Flotte. Je 0,1 Meilen pro Gallone, um die der Grenzwert verfehlt wird, muss der Hersteller für jedes zum Verkauf in den USA produzierte Fahrzeug 14 US-Dollar an den Staat abführen.

Daimler-NB2018_07_CAFE-Werte_Pkw_und_leichte_Nutzfahrzeuge_in_den_USA

Der CAFE-CO2-Flottenwert der Daimler-Fahrzeuge in den USA hat sich in den letzten sechs Jahren um 13 Prozent bei den Pkw sowie um 15 Prozent bei den leichten Nutzfahrzeugen (Projektion) verbessert. Unser Ziel ist es, den Flottenverbrauch unserer Passenger Cars und Light-Duty Trucks auf dem US-amerikanischen Markt bis einschließlich Modelljahr 2019 um 25 Prozent im Vergleich zu 2012, dem Basisjahr der geltenden CAFE-Regelung, zu senken. Aktuell bewegen wir uns damit noch nicht im vorgesehenen Zielkorridor.

Flottenwerte in China. In China werden inländisch produzierte (domestic) und importierte (imported) Pkw getrennt veranlagt. Zugleich wird nach 16 Gewichtsklassen differenziert. Bezogen auf das Gewicht lag das Verbrauchsziel für die Domestic-Flotte von Daimler bei 6,8 l/100 km. Erreicht wurde 2018 ein Wert von 6,8 l/100 km. Für die Imported-Flotte lag das Ziel bei 7,1 l/100 km, während 7,7 l/100 km erreicht wurden. Wir selbst haben uns vorgenommen, den Flottenverbrauch unserer Pkw in China zwischen 2012, dem Basisjahr der aktuellen Verbrauchsregelung, und 2019 um 25 Prozent zu verringern. Mit den aktuellen Werten haben wir dieses Ziel für unsere Domestic-Fahrzeuge bereits vollständig und für die Imported-Fahrzeuge zu über 90 Prozent erreicht.

Daimler-NB2018_08_Daimler-Pkw-Flottenverbrauch_in_China

In vielen weiteren Märkten gelten heute gesetzliche Grenzwerte für den Kraftstoffverbrauch und/oder den CO2-Ausstoß von Pkw-Flotten, mit je unterschiedlichen Zielwerten. Dies betrifft große Absatzmärkte unserer Produkte wie Kanada, Japan, Südkorea, Mexiko, Brasilien, die Schweiz oder auch Australien und Saudi-Arabien. In allen diesen Märkten streben wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben an.

CO2-Emissionen unserer Transporter. Nach der EU-Verordnung von 2011 dürfen Transporter mit einem Leergewicht von bis zu 2.585 Kilogramm seit 2017 im Durchschnitt nicht mehr als 175 g CO2/km emittieren. Ab 2020 wird das CO2-Ziel dann auf 147 g CO2/km abgesenkt. Unter Berücksichtigung des Fahrzeuggewichts galt 2018 für Mercedes-Benz ein CO2-Flottenwert von maximal 213 g CO2/km. Diesen Wert unterschreitet unsere Transporter-Flotte bereits seit 2014. Der Projektionswert der Mercedes-Benz Transporter für 2018 liegt bei 187 g/km. Wir erwarten für 2019 eine weitere Absenkung auf 184 g/km. Zwar steigen durch die Einführung der neuen Prüfprozedur WLTP die Verbrauchswerte einiger Modelle leicht an, dieser Anstieg wird aber durch die Einführung neuer verbrauchsgünstiger Modelle sowie des elektrifizierten Vito kompensiert.

Wir hatten uns darüber hinaus das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen unserer leichten Nutzfahrzeuge in der EU von 2014 bis 2018 um mehr als 10 Prozent zu senken. Dieses Ziel haben wir mit einer Absenkung um 6 Prozent nicht erreicht.

Daimler-NB2018_09_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Durchschnitt_der_Mercedes-Benz_Transporter-Flotte_in_Europa

CO2-Emissionen unserer schweren Lkw in Europa und Nordamerika. Unser Ziel, den Kraftstoffverbrauch unserer gesamten Flotte von 2005 bis 2020 durchschnittlich um 20 Prozent zu senken, haben wir im Jahr 2018 in der EU zu 80 Prozent erreicht. Die Werte werden auf realen Standard-Teststrecken ermittelt. Weitere Effizienzmaßnahmen sind für 2019 geplant.

In Nordamerika haben wir unser Ziel, den Kraftstoffverbrauch von 2015 bis 2019 beim Referenz-Cascadia um 10 Prozent zu senken, ebenfalls zu 80 Prozent erreicht. 2019 werden wir auch hier ein neues Kraftstoffeffizienzpaket in den Markt einführen.

Kraftstoffverbrauch unserer Busse in Europa. Unser Ziel, den Kraftstoffverbrauch bei Reise- und Stadtbussen über 18 Tonnen von 2005 bis 2020 um 20 Prozent zu senken, haben wir beim Reisebus zu 90 Prozent und beim Stadtbus zu 100 Prozent erreicht – Letzteres auch dank der Einführung des Citaro Compact-Hybrids. Der Kraftstoffverbrauch wird in realitätsnahen SORT-Zyklen ermittelt.

Elektromobilität für alle. Bei Mercedes-Benz Cars werden wir in den nächsten Jahren unser Angebot an Elektrofahrzeugen deutlich ausbauen. Daimler geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Dafür planen wir, mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen - in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. Wir investieren rund 10 Mrd. Euro in den Ausbau unserer Elektroflotte und über 1 Mrd. Euro in den Aufbau der Batterieproduktion. Wir entwickeln eine eigenständige, modular aufgebaute und skalierbare Plattform für Elektrofahrzeuge, die eine hohe Varianten- und Modellflexibilität zulässt.

EQ – unsere Marke für Elektromobilität. Unter der neuen Marke EQ, die für „Elektrische Intelligenz“ steht, werden sowohl Fahrzeuge als auch Services rund um die Elektromobilität für den Mercedes-Benz Cars Kunden angeboten. Gemeinsam mit Partnern investieren wir in den Aufbau einer Ladeinfrastruktur speziell an Autobahnen in Europa. Unser Produktionsnetzwerk stellen wir so auf, dass wir unsere Elektrofahrzeuge an allen wichtigen Standorten auf den gleichen Produktionslinien fertigen wie die entsprechenden Modelle mit Verbrennungsmotor. So stellen wir sicher, dass wir flexibel auf die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen reagieren können. Analog zur Fahrzeugproduktion bauen wir die Batterieproduktion aus.

Weltpremiere für den EQC (Stromverbrauch kombiniert: 20,8-19,7 kWh/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1. Als erstes Modell der Marke EQ haben wir am 4. September 2018 in Stockholm den vollelektrischen Mercedes-Benz EQC vorgestellt. Er bietet alltagstaugliche Elektromobilität verbunden mit der markentypischen Qualität und dem Komfort von Mercedes-Benz. Mit je einem kompakten elektrischen Antriebsstrang an der Vorder- und der Hinterachse verfügt der SUV über die Fahreigenschaften eines Allradantriebs. Zusammen leisten die beiden E-Antriebe 300 kW und sorgen so für eine hohe Fahrdynamik. Dank seiner intelligenten Betriebsstrategie kann der EQC eine elektrische Reichweite von über 430 Kilometern (nach WLTP) erreichen. So treibt bei schwacher bis mittlerer Last nur die vordere E-Maschine das Fahrzeug an. Soll eine maximale rekuperative Verzögerung erreicht werden, sind beide E-Maschinen als Generatoren im Einsatz.

Der EQC verfügt serienmäßig über einen On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und ist damit für das Laden zu Hause wie an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Je nach Ladesystem lässt er sich mit einer Leistung von maximal 110 kW „auftanken“. Damit dauert es etwa 40 Minuten, um den Ladestatus des Akkus von 10 auf 80 Prozent zu bringen.

Ab 2020 werden auch alle smart-Modelle ausschließlich als EQ-Modelle rein elektrisch angeboten werden: smart EQ fortwo (Stromverbrauch kombiniert: 20,1 bis 12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2, smart EQ fortwo cabrio (Stromverbrauch kombiniert: 20,2 bis 13,0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2 und smart EQ forfour (Stromverbrauch kombiniert: 20,8 bis 13,4 kWh/ 100 km; CO2 -Emissionen kombiniert: 0 g/km)2.

Entlang wichtiger europäischer Hauptverkehrsachsen sollen Fahrer von EQ-Modellen ihre Fahrzeuge künftig an den Schnellladesäulen von Ionity, Europas führendem High-Power-Charging-Netzwerk, mit bis zu 350 kW laden können. Um den CO2-Fußabdruck der Elektromobile klein zu halten, soll dabei der Ladestrom für Mercedes-Benz EQC-Fahrzeuge aus erneuerbaren Quellen eingespeist werden.

GLC F-CELL. Vollelektrisch ist auch der GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)2. Dieser SUV, der bereits seit Ende 2018 an erste, ausgewählte Kundinnen und Kunden ausgeliefert wird, kann neben Wasserstoff auch Strom „tanken“, denn er besitzt zusätzlich zur Brennstoffzelle eine Lithium-Ionen-Batterie. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle sowie kurze Betankungszeiten machen den GLC F-CELL zu einem dynamischen, alltagstauglichen Fahrzeug für die Langstrecke.

Zwei karbonfaserummantelte Tanks im Fahrzeugboden fassen 4,4 Kilogramm Wasserstoff. Dank der 700-Bar-Tanktechnologie ist der Wasserstoffvorrat innerhalb von nur drei Minuten aufgefüllt – so schnell, wie man es von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gewohnt ist. Bei einem Wasserstoffverbrauch von rund 1 kg/100 km schafft der GLC F-CELL rund 430 wasserstoffbasierte Kilometer im NEFZ; im Hybridmodus kommen noch einmal bis zu 51 Kilometer bei vollgeladener Batterie dazu. Eine Leistung von 155 kW sorgt gleichzeitig für Fahrdynamik.

Neuer Elektro-DENZA 500. Daimler und BYD Automotive Industry haben 2018 den neuen batterieelektrischen DENZA 500 vorgestellt. Für den chinesischen Markt entwickelt und produziert vom Joint Venture Shenzhen DENZA New Energy Automotive, bietet der neue DENZA 500 chinesischen Kundinnen und Kunden ein umfassendes Upgrade – vom neuen Exterieurdesign über die erweiterten Konnektivitätsdienste bis zur größeren elektrischen Reichweite. So können DENZA-Fahrer mit der DENZA-Smartphone-App, dem WeChat-Account oder dem Auto-Navigationssystem die über 112.000 Ladesäulen im Land schnell lokalisieren. Und die neue Batterie ermöglicht – unterstützt durch ein verringertes Fahrzeuggewicht - mehr Energieeffizienz und damit eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern.

Fahren und sparen mit Elektro-Pkw. Wer sein Elektrofahrzeug wirtschaftlich fahren will, sollte auf einige Besonderheiten achten. Denn nicht alles, was für Autos mit Verbrennungsmotor gilt, ist auch hier hilfreich.
Fahren und sparen mit Elektroautos

Elektrifizierung gewerblicher Transporter startet mit eVito. Mercedes-Benz Vans plant, alle gewerblichen Baureihen mit Elektroantrieb anzubieten. Den Anfang machte der mittelgroße eVito, der seit November 2018 verfügbar ist. Er ist das zweite vollelektrische Serienmodell von Mercedes-Benz Vans nach dem Vito E-CELL aus dem Jahr 2010. Mit einer Reichweite von 149 bis 189 Kilometern3,4 bringt der MidSize Van beste Voraussetzungen beispielsweise für den innerstädtischen Liefer- und Gewerbeverkehr mit. Dabei lässt sich die Batterie innerhalb von rund sechs Stunden vollständig aufladen. Zusätzlich kann der Kunde zwischen zwei Optionen in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit wählen einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h für den Stadtverkehr und in Ballungszentren bei gleichzeitiger Schonung der Energiereserven und größerer Reichweite sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h oder 120 km/h, wenn auch Autobahnfahrten erforderlich sind. Auf den elektrischen Vito für den Güterverkehr folgen im Jahr 2019 der eVito Tourer für den Personenverkehr und der eSprinter.

Sprinter mit Elektroantrieb und Brennstoffzelle. Der Concept Sprinter F-CELL, ein teilintegriertes Reisemobil, gibt als reines Konzeptfahrzeug zur Demonstration der Brennstoffzellen-Technologie einen Ausblick auf den möglichen zukünftigen Einsatz. Lokal emissionsfreies Fahren und eine hohe Reichweite bei gleichzeitig autarker Energieversorgung sind seine wichtigsten Merkmale. Eigenschaften, die sich auch für gewerbliche Einsatzzwecke wie längere Kurierfahrten oder Kleinbusse im interurbanen Verkehr eignen. Durch ein intelligentes Zusammenspiel von Batterie- und Brennstoffzellen-Antrieb erreicht der Concept Sprinter F-CELL eine elektrische Leistung von maximal 147 kW und ein Drehmoment von 350 Newtonmetern. 4,5 Kilogramm Wasserstoff im Tank sorgen so für eine Reichweite von rund 300 Kilometern – die sich bei Bedarf durch zusätzliche Tanks sogar auf 500 Kilometer erweitern lässt. Die im Plug-in-Konzept zusätzlich eingebaute Batterie erhöht die Reichweite um weitere 30 Kilometer.

Lkw

Fuso eCanter bewährt sich. Im Sommer 2017 lief in unserem Werk im portugiesischen Tramagal der erste Fuso eCanter vom Band. Heute sind in sechs Metropolen in Europa, Japan und den USA eCanter im Einsatz. Mit sechs Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterien zu je 13,8 kWh erreicht der Leicht-Lkw eine Dauerleistung von 175 PS bei einem Drehmoment von bis zu 390 Newtonmetern. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 80 km/h limitiert – wie bei allen Fahrzeugen dieser Gewichtsklasse. Die rund 600 Kilogramm schweren Batterien ermöglichen eine Reichweite von über 100 Kilometern im NEFZ – ausreichend für die meisten Anforderungen des täglichen urbanen Verteilerverkehrs.

Kunden testen eActros. Seit September 2018 erproben die ersten gewerblichen Kundinnen und Kunden den eActros mit verschiedenen Aufbauten und in unterschiedlichen Anforderungsprofilen. Der Fokus: In intensiver Zusammenarbeit mit den Kunden sollen praktische Einsatzerfahrungen gesammelt werden. Besonders wichtig sind dabei belastbare Informationen zur Batterie und zur Reichweite der 18 beziehungsweise 25 Tonnen schweren Elektro-Lkw. Unser Ziel ist, den eActros bis 2021 zur Marktreife zu bringen. Das Bundesumweltministerium sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördern die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr im Rahmen des Projekts „Concept Elektro-Lkw im schweren Verteilerverkehr – Concept ELV2“.

Freightliner schickt E-Lkw auf die Straße. Im Juni 2018 hat Daimler Trucks mit dem schweren Freightliner eCascadia und dem mittelschweren eM2 die ersten vollelektrischen Serien-Lkw für den nordamerikanischen Markt vorgestellt. Der Freightliner eM2 106 kommt im lokalen Verteilerverkehr von Lebensmitteln sowie im Zustellverkehr zum Einsatz. Im Dezember 2018 wurde der erste Freightliner eM2 an den Kunden Penske Truck Leasing Corp. übergeben. In 2019 soll eine Innovationsflotte aus insgesamt 30 vollelektrischen Lkw von Freightliner in den Praxiseinsatz gehen. Zusammen mit dem elektrischen Schulbus Saf-T-Liner C2 von Thomas Built Buses und dem Fuso eCanter verfügt Daimler Trucks über die breiteste Modellpalette an elektrischen Nutzfahrzeugen im nordamerikanischen Markt.

Busse

Stadtbusse werden elektrisch. Daimler Buses richtet den Fokus ebenfalls auf die Entwicklung von Elektroantrieben. Die CO2-Bilanz des Busses lässt sich durch batteriebetriebene und weitere alternative Antriebstechnologien noch weiter verbessern. Auf den Citaro hybrid folgte im Jahr 2018 der elektrische Stadtbus eCitaro. Der Standort Mannheim soll zum Zentrum für Elektromobilität bei Daimler Buses ausgebaut werden. Darüber hinaus berät Daimler Buses im Rahmen des „E-Consulting“ seine Kunden ganzheitlich von der ersten Beratung beim Umstieg auf elektrische Nahverkehrsbusse bis zum Service für den Betreiber.

Neuer eCitaro mit erhöhter Reichweite. Seine Energie bezieht er aus Lithium-Ionen-Batterien mit einer Gesamtkapazität von bis zu 243 kWh. Damit kommt der neue eCitaro rund 150 Kilometer weit und kann so bereits rund ein Drittel der durchschnittlichen Stadtbuslinien in Deutschland ohne Zwischenladung vollelektrisch abdecken. Angetrieben wird der Stadt-Stromer über eine E-Achse mit Elektromotoren nahe den Radnaben. Ein hoch entwickeltes Thermomanagement mit Hightech-Komponenten wie einer Wärmepumpe senkt den Energieverbrauch zur Temperierung des Fahrgastraumes. Ist zur Vergrößerung der Reichweite eine Zwischenladung gewünscht, kann der Elektrobus auch per Dachstromabnehmer aufgeladen werden.

Reichweitenangaben vollelektrischer Stadtbusse sind oft schwer vergleichbar, da Bezugsgrößen fehlen und sie häufig unter Idealbedingungen ermittelt werden. Beim eCitaro orientieren wir uns zugunsten verlässlicher Angaben an dem besonders anspruchsvollen Stadtfahrzyklus SORT2, der auch den Energiebedarf der Nebenverbraucher einbezieht. SORT ist die Bezeichnung eines standardisierten Straßen-Testzyklus für Niederflur-Stadtbusse. Auf dieser Grundlage wurde die genannte Reichweite von 150 Kilometern mit Batterie-Vollbestückung und bei sommerlichen Temperaturen ermittelt.

Angesichts der Weiterentwicklung der Batterietechnik gehen wir davon aus, dass wir den eCitaro künftig auf eine noch leistungsfähigere Batterietechnik umstellen können, die dann etwa 50 Prozent aller Einsatzfälle abdecken wird. Im nächsten Schritt soll dann durch einen Range Extender in Form einer Brennstoffzelle zur Stromerzeugung die Reichweite nochmals gesteigert werden, sodass der eCitaro in Zukunft in der Lage sein wird, nahezu 100 Prozent der heute üblichen Einsatzprofile rein elektrisch abzudecken.

eMobility Consulting – Beratung für Verkehrsbetriebe. Der neue vollelektrische Stadtbus eCitaro ist Teil des Gesamtsystems eMobility von Daimler Buses. Um unsere Kunden bei der Umstellung auf elektrische Busflotten zu begleiten, berät unser eMobility-Consulting-Team diese in gewünschtem Umfang über verschiedene Einsatzmöglichkeiten – unter anderem werden Linienlänge, Fahrgastaufkommen, Energiebedarf, Reichweitenberechnung und Lademanagement dabei berücksichtigt. Unsere Servicemarke OMNIplus hat darüber hinaus ein maßgeschneidertes Servicekonzept für Elektromobilität bis hin zu Dienstleistungen in der Kundenwerkstatt entwickelt.

Partnerschaft mit Proterra. Im September 2018 haben wir mit Proterra eine strategische Partnerschaft vereinbart. Das Unternehmen ist führend auf dem nordamerikanischen Markt elektrischer Busse für den lokalen Transport. In einem ersten Projekt widmen wir uns gemeinsam möglichen Synergien bei der Elektrifizierung von Schulbussen der Daimler-Marke Thomas Built Buses. Die Zusammenarbeit an einem elektrischen Schulbus eröffnet Daimler und Proterra die Möglichkeit, neue wirtschaftliche Transportoptionen mit umweltverträglicher, emissionsfreier Elektrotechnologie in diesem wachsenden Segment anzubieten.

E-Mobility Group definiert globale Elektrostrategie für Nutzfahrzeuge. Immer mehr Einfahrbeschränkungen in Städte für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und die zunehmende Verschärfung der Emissionsvorschriften befördern die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien auch bei Nutzfahrzeugen. Als ein führender Lkw-Hersteller wollen wir auch eine führende Rolle beim elektrischen Lkw einnehmen. Mit dem eCanter von Fuso, dem Fuso Vision One, den beiden eTrucks von Freightliner, dem Mercedes eActros und dem Thomas Built Buses Schulbus Saf-T-Liner C2 verfügt Daimler Trucks schon heute über ein sehr umfangreiches Elektroportfolio. Mit der Gründung der E-Mobility Group maximieren wir die Effektivität unserer Investitionen in diese strategische Schlüsseltechnologie. Damit wollen wir eine weltweit einheitliche Elektroarchitektur umsetzen und die besten Lösungen für Batterien, Ladesysteme und beim Energiemanagement für Lkw entwickeln.

Daimler-NB2018_10_Antriebstechnologien_von_Daimler
1Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration (, insb. von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung).
2Angaben zu Strombeziehungsweise Wasserstoffverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens unverbindlich ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.
3Die Reichweite ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration, insbesondere von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung. Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt.
4Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann gegebenenfalls abweichen.