Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf bestandsgefährdende und andere wesentliche Risiken ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem des Daimler-Konzerns eingebettet. Es ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in den rechtlichen Einheiten, Geschäftsfeldern und konzernweiten Funktionen. Mit dem Risikomanagementsystem sollen bestandsgefährdende und andere wesentliche Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, beurteilt, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen und das Risikobewusstsein im Unternehmen zu erhöhen.

Der Daimler-Konzern ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der Geschäftsfelder verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen den Konzern oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für den Daimler-Konzern wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Daimler-Konzerns zu sichern und auszubauen.

Group Risk Management Committee (GRMC). Die organisatorische Einbettung und Überwachung des Risiko- und Chancenmanagements erfolgt über die im Konzern etablierte Risikomanagementorganisation. Dabei werden von den rechtlichen Einheiten, Geschäftsfeldern und konzernweiten Funktionen turnusmäßig die konkreten Risiken und Chancen abgefragt. Diese Informationen werden an das Konzernrisikomanagement weitergegeben, das die Informationen verarbeitet und dem Vorstand und Aufsichtsrat sowie dem GRMC zur Verfügung stellt. Das GRMC setzt sich aus Vertretern der Bereiche Accounting & Financial Reporting, der Rechtsabteilung, Compliance und Technical Compliance zusammen und wird vom Vorstand für Finanzen & Controlling/Daimler Financial Services geleitet. Die Interne Revision bringt wesentliche Feststellungen über das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem mit ein.

Die Verantwortung für das operative Risikomanagement und für die Risikomanagementprozesse liegt direkt in den Geschäftsfeldern, konzernweiten Funktionen und rechtlichen Einheiten.

Im Vorstand und im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Daimler AG wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation sowie über die Wirksamkeit, Funktionsweise und Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichtet. Zudem werden Risiken und Chancen aus dem operativen Geschäft durch die Verantwortlichen regelmäßig im Vorstand diskutiert.
Ausführlicher Risikobericht

Lokales Risikomanagement spielt an unseren Standorten eine wichtige Rolle. Das Environmental Risk Management hilft uns, mögliche Umweltrisiken an konzerneigenen Produktionsstandorten zu erkennen und zu adressieren. Hierzu finden regelmäßige Due-Diligence-Bewertungen statt: Alle fünf Jahre werden sämtliche Standorte besucht und nach festgelegten, standardisierten Vorgehensweisen evaluiert. Darauf folgen Berichte an die Werks- und Geschäftsfeldleitungen sowie ein jährliches Controlling der festgelegten Verbesserungsmaßnahmen. Umweltmanagementsysteme ermöglichen klare Verantwortlichkeiten und ein transparentes Reporting an unseren Produktionsstätten weltweit. Rund 98 Prozent unserer Belegschaft arbeiten an Standorten mit einem nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystem.
Menschenrechte

Wichtige geschäftsspezifische Risiken entstehen für uns aus den gesellschaftlichen und ökologischen Wirkungen des Straßenverkehrs. Die Automobilindustrie und damit auch Daimler sind im Zuge der öffentlichen Debatte um den Diesel in die Kritik geraten. Aus diesem Grund stehen wir in der Verantwortung, mit unseren neuen Motoren und Antriebskonzepten den CO2- und Schadstoffausstoß unserer Neufahrzeuge zu reduzieren. Nachrüstlösungen auf Basis technischer Weiterentwicklungen verringern die Schadstoffemissionen älterer Fahrzeuge ausgewählter Emissionsstufen in Kundenhand.
Ausführliche Informationen zu nicht finanziellen Risiken